NSG Steinbachtal

Gebietsbetreuung

Gebietsbeschreibung: www.biostation-unna-dortmund.de

NSG Steinbachtal
NSG Steinbachtal

Nach dem im Frühjahr 2004 fertiggestellten Ausbau der A1 sind im NSG Steinbachtal große Bereiche für den Strassenbau in Anspruch genommen worden. In den Jahren 2004 und 2005 wurde zusammen mit der Unteren Landschaftsbehörde die weitere Pflege von Teilflächen des NSG unter den geänderten Rahmenbedingungen neu formuliert. Für die nur noch als schmale Restflächen erhaltenen Grünlandbereiche des NSG wurde aufgrund der geringen Flächengröße bzw. der fehlenden Zuwegung die natürliche Sukzession statt einer Wiederaufnahme der Grünlandnutzung als Entwicklungsziel vereinbart.

Auch im Jahr 2017 wurden die Einlass-Öffnungen der Erdstollen als potentielle Fledermaus-Quartiere inspiziert, der vorhandene Durchlass von Vegetationsaufwuchs befreit und vergrößert. Probleme bereiten in diesem Bereich spielende Kinder und Jugendliche, die die Durchlassöffnungen bearbeiten und teilweise zuschütten.

Stollenöffnung im NSG Steinbachtal

Einen Einschnitt im Wortsinne stellte 2010 die wiederaufgenommene Pflege der parallel zur Autobahn durch das Gesamtgebiet laufenden Gasleitungstrasse dar. Dieser Freischnitt zum Schutz der Rohrleitung vor aufwachsenden Gehölzwurzeln ruhte jahrelang aufgrund der Erweiterung der Autobahn. Eine von Open Grid Europe im Jahr 2012 durchgeführte Sicherung der Gasleitungstrasse am ausufernden Steinbach und die Anlage von zwei Bachfurten zur Erleichterung der Trassenpflege hatte zur Folge, dass eine angrenzende feuchte Hochstaudenflur teilentwässert worden ist.

Der im Zuge dieser Arbeiten angelegte Tümpel im mittleren Gebietsteil entwickelt sich dagegen trotz der unmittelbaren Nähe zur A1 positiv.

Entwicklungstrend: intermediär

Naturschutzgebiet Steinbachtal
Landschaftsplan UN 6 Schwerte
NSG-Nummer (LP) 1
Flächengröße (ha) 10,8
Rechtskräftig seit 27.11.1998
TK 25 4511 Schwerte
NSG-Fläche (ha) 10,8 100%
FFH-Fläche (ha) 0%
VSG-Fläche (ha) 0%
FFH-Nr./Gebietsname
FFH-LRT/§42 Biotop Fläche davon KLP/sonst.VNS ha VNS-Anteil %/Veränd. VJ %
Natürliche o. naturnahe Fließgewässer 2009 BS UNDO 0,2 ha
Quellbereiche 2009 BS UNDO 0,1 ha
Seggen- und binsenreiche Nasswiesen 2009 BS UNDO 0,4 ha – / – – / –
Sonstige Biotope
Bachröhricht 2009 BS UNDO 0,1 ha
Stollen 2009 BS UNDO 0,1 ha
Brachgefallenes Nass- und Feuchtgrünland 2009 BS UNDO 0,3 ha – / – – / –
Gewässerbegleitender feuchter Saum 2009 BS UNDO 0,2 ha
Feuchte Hochstaudenfluren 2009 BS UNDO 1,0 ha
Trockene Hochstaudenfluren 2009 BS UNDO 0,5 ha
Bachbegleitender Erlenwald 2009 BS UNDO 0,9 ha
Eichen-Buchenwald 2009 BS UNDO 1,2 ha
Hainbuchen-Eichenwald 2009 BS UNDO 1,5 ha
Vegetation
Chrysosplenietum oppositifolii 2009 BS UNDO RL NW 3 / RL WB 2
Luzulo-Fagetum 2009 BS UNDO
Maianthemo-Fagetum 2009 BS UNDO RL NW 2 / RL WB 3
Stellario-Alnetum 2009 BS UNDO RL NW 3 / RL WB –
Stellario-Carpinetum 2009 BS UNDO
Valeriano-Filipenduletum 2009 BS UNDO
Pflanzen
Sumpf-Schafgarbe – Achillea ptarmica 2009 BS UNDO RL NW V
Sumpfdotterblume – Caltha palustris 2017 BS UNDO RL NW V
Bitteres Schaumkraut – Cardamine amara 2011 BS UNDO
Gegenbl. Milzkraut – Chrysosplenium oppositifolium 2017 BS UNDO RL WB 3
Breitblättrige Stendelwurz – Epipactis helleborine 2009 BS UNDO
Weiße Hainsimse – Luzula luzuloides 2016 BS UNDO
Hirschzunge – Asplenium scolopendrium 2010 BS UNDO
Vögel
Grünspecht BV 2009 BS UNDO
Dorngrasmücke mehrere BP 2009 BS UNDO
Wasseramsel Gast 2004 BS UNDO
Gebirgsstelze BV 2017 BS UNDO
Goldammer mehrere BP 2009 BS UNDO RL NW V / RL WB V
Lurche & Kriechtiere
Bergmolch 2004 BS UNDO
Erdkröte 2009 BS UNDO
Grasfrosch 2009 BS UNDO FFH V
Schnecken & Muscheln
Flußnapfschnecke – Ancylus fluviatilis 2009 BS UNDO
Weitere Tierarten
Dreieckskopf-Strudelwurm – Dugesia gonocephala 2009 BS UNDO